AHMADJAN AMINI

Künstler zwischen Erinnerung und Exil
Ahmadjan Amini wurde 1953 im Panjshir-Tal geboren. Nach seiner Ausbildung am Afghan Institute of Technology in Kabul ging er Anfang der 1970er-Jahre nach Europa. Hamburg wurde seine Wahlheimat. Dort besuchte er die Kunstschule Rolf Laute und war Gaststudent an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
1978 kehrte Amini nach Afghanistan zurück und wurde zum Militärdienst eingezogen. Der Bürgerkrieg und der sowjetische Einmarsch zwangen ihn 1980 zur erneuten Flucht. Seither lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Hamburg.
Seine Malerei ist geprägt von Krieg, Exil und Verlust. Wiederkehrende Motive sind zerstörte Dörfer, schemenhafte Figuren, leere Blicke und das Fenster als Sinnbild von Trennung und Entwurzelung. Die Farbpalette reicht von erdigen Braun- und Ockertönen bis zu intensivem Blau als Zeichen von Erinnerung und Hoffnung.
1989 porträtierte Amini Ahmad Shah Massoud. Ende der 1980er-Jahre studierte er Computer-Grafik in Hamburg und erweiterte damit seine künstlerischen Ausdrucksformen.
Ahmadjan Amini ist stolzer Vater von sechs Kindern. Trotz großer familiärer Verantwortung blieb er kontinuierlich künstlerisch aktiv. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen und Kunstfestivals gezeigt, unter anderem im Hamburger Rathaus, in der Hamburger Zentralbibliothek, bei den Kieler Kulturwochen sowie international.
Im April 2023 wurde Ahmadjan Amini gemeinsam mit seiner Tochter Maren Amini mit dem Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung ausgezeichnet. Ihre Graphic Novel Ahmadjan und der Wiedehopf verbindet seine Lebensgeschichte mit der persischen Mystik Die Konferenz der Vögel von Fariduddin Attar.
Exhibitions
1978 Goethe-Institut, Kabul
1979 Universität, Kabul
1979 British Council, Kabul
1980 Galerie Palme, Hamburg
1981 Rathaus Altona, Hamburg (G.A)
1987 Galerie POP 42, Bonn
1980 Galerie Markthalle, Hamburg
1989 Messehalle Schnelsen Hamburg Orient, 89 (G.A.)
1990 Galerie Kristin Jordan Verlag& Kunsthande
1991 Galerie Airport, Grenzenlos (G.A.)
1993 Rathaus Altona. Ein anderer Blick (G.A)
1995 Galerie building bridges, Hamburg
1995 Intermedia Networking Art (Help me to Paint)
1997 PREMIRE,Berufsverband bildender Künstler Hamburg (G.A)
1998 Evangelische Akademie Iserlohn
1998 Teilnahme an ElbArt,Hamburg
1999 Galerie Heinrich Hamburg
1999 Galerie Lände Kressbornn
1999 Galerie Cafè Luminus Hamburg
2000 DRK Zentrum Burgwedel
2002 Europe Art Paris (G.A)
2003 Evangelisch Lutherische Kirchgemeinde Schnelsen Hamburg
2004 Kunstausstellung anläßlich der 1. Olympiade des 21. Jahrhunderts
2008 Botschaft der islamischen Repubik Afghanistan,Berlin
2014 Galerie FASZINATION ART Hamburg
2016 35 Jahre Kufa e.V., Hamburger Rathaus
2023 Ahmadjan und der Wiedehopf, Literaturhaus Stuttgart
2024. Ahmadjan und der Wiedehopf, Literarisches Colloquium Berlin
2024 Ahmadjan und der Wiedehopf, Zentralbibliothek Hamburg